Fast schon traditionsartig kaufe ich mir in jedem Sommer ein Paar Espardilles und trage sie bis zum bitteren Ende des Zerfallsprozesses (also ca. 5 Sekunden). Es scheint als hätte Karl Lagerfeld mit der berühmten Chanel-Version der Sommertreter den Startschuss für einen ganzen Espandrilles-Sturm ausgelöst und so verwundert es nicht, dass die Schuhabteilungen diverser Onlineshops vor Pflanzenfasersohlen platzen.
Ich platze im Zuge dessen vor Freude, denn endlich gibt es eine größere Auswahl meiner liebsten Fernweh-Schuhe. Der gemeine Espadrille stammt laut Modehistorikern (Berufsbezeichnung: 1+) aus Mallorca und ist heute hauptsächlich in Spanien und Frankreich angesiedelt.
Logischerweise katapultiert mich das Tragen der Stoffschuhe gedanklich sofort in eines der Länder, zumindest bis ich aus Versehen durch eine Pfütze laufe und die Spongebob-Sohle ihr Übriges tut. Lasst euch das gesagt sein: Da hört der Spaß auf.
eins: Raffia von Marc Jacobs / zwei: Stella Mc Cartney / drei: Esme von Charlotte Olympia / vier: Marc by Marc Jacobs / fünf: Linsley von Sam Edelman / sechs: Valentino / sieben: Galia von Christian Louboutin / acht: Tory Burch / neun: Sabline von La maison de l’espadrille / zehn: Kate Moss von Eleven Paris
Die Frage ist also: Was unterscheidet die teure Designer-Version von den günstigen Originalen? Gibt es einen qualitativen Unterschied, oder versteht sich das nur als Trend, der von den High Fashion-Labels kurz umfunktioniert wurde, um auf ironische Weise zu zeigen: Wir können auch lässig und volksnah? (Stichwort: Papiertasche von Jil Sander) Ich kann mir nicht helfen und denke, dass auch dieses Jahr wieder ein Paar zum Preis eines „All you can eat“-Menüs beim Chinesen um die Ecke herhalten muss. Denn am Ende bricht sich die Eigenschaft der Espadrilles doch auf eines runter: Sie sollten für ein paar Wochen mit mir durch den Sommer tanzen können. Über Stock, Stein und fernab von Pfützen.
Was denkt ihr?
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15 Comments
Ich sage entschieden „Nein“ zu Espadrilles, nachdem ein paar von meinem Freund vor zwei Jahren nass wurde und dann tierisch anfingen zu stinken…das hat mir den Spaß an diesem Schuhwerk nachhaltig verdorben 😀
wie gesagt, „nass“ ist der Feind! 😀
Oh, ich liebe Espadrilles! Vor allem wenn es sehr warm ist im Sommer. Kaufe sie immer beim Spanier 😉 Die Chanel Variante sieht super aus, der Preis ist aber etwas übertrieben…
http://mode.jiryo.com/
ich bin dafür und finde 1 und 8 toll!
http://rockinglace.blogspot.de/
sind schon schöne modelle… machst du die gleiche übersicht auch noch mit reasonable prices? 😀 dann kann ich auch zuschlagen!
ich wünschte ich könnte damit dienen! 😀
Ich kann dich voll und ganz verstehen. Mein Augenmerk ist im Moment auf dieses entzückende Paar http://www.sigrun-woehr.com/Shoes/Slipper-Mokassin/VM044-schuh.html gerichtet. Ich werde diesen Post auf jeden Fall weiter verfolgen. Vielleicht kann mir der ein oder andere Tipp mich von den Zweifeln gegenüber dem Preis befreien, so dass ich bald mit ihnen (und gedanklich mit dir) durch den Sommer tanzen kann 😉
Hach, ich finde ja Espandrilles gehören nunmal in den Sommer – und bei drohendem Regen haben die nix an den Füßen zu suchen. Nachdem ich einen Sommer lang in Spanien leben durfte und gesehen habe, dass man sich dort die Dinger alle paar Wochen für n paar Euro auf dem Markt kauft, finde ich das so eine schöne Tradition – nach dem Motto: jede Woche anders!
Darum sind das für mich auch keine Designerschuhe. Lieber Geld für bleibendes ausgeben.
Ansonsten finde ich Nr.2 super!
Hallo Isabella!
Ich würde hochpreisige Schuhe nur als längerfristige Wertanlage sehen und dafür nur Geld ausgeben, wenn ich die Schuhe über mehrere Saisons tragen kann.
Espadrilles sind für mich ein Sommer-Urlaubs-Schuh, der auch in der Günstig-Version in bunten Farben fröhlich und bequem ist. Und wenn man mit dem Kauf im Urlaub regionale Handwerksbetriebe oder kleine Produktionsfirmen vor Ort unterstützt, ist das auch für eine Saison o.k.
Aber Vorsicht: Immer mehr Espadrilles sind billige Importware aus Asien! Die lösen sich sehr schnell auf – sogar beim ersten Tragen und ohne Regen. Und dafür wären mir dann sogar ein paar Euro zu viel…
Herzliche Grüße von
Stephanie alias die Modeflüsterin
Mein Paar hat zwei Sommer gehalten, ganz schlicht in beige. Ich finde sie super, würde aber nienienie mehr Geld als sagen wir… 20€? dafür ausgeben. Beim Schweden gibt es auch ganz niedliche Modelle und ich habe im Internet auch schon Exemplare gesehen, denen dass Chanelzeichen mit Textilfarbe nachträglich verpasst wurde. Wer’s mag 🙂
ich liebe espandrilles und bin schon lange großer fan. mein geheimtipp sind espandrilles mit unten vollständige gummierter sohle (also die laufsohle) – dann sind nasse straßen auch nicht so schlimm!
super bequem, super lässig, schlicht, viel besser als die ewig gleichen ballerinas.
Würde für Espandrilles auch niemals mehr als 20 Euro ausgeben. Klar, haben sie im Regen nix verloren, aber manchmal überrascht einen dann ja doch ein tropischer Regenguss ganz unerwartet und dann heißt es bye,bye designer-espandrilles 😉
Bin hier definitiv auch eher für die Öfter-mal-was-Neues-Fraktion.
[…] 1. Espadrilles-Sommer 2013: Designer-Version, ja oder nein? […]
Ich liebe Espadrilles sie bringen mir ein Stückchen Heimat ins kalte Deutschland.
Ich kann euch auf jeden Fall die von ‚Toms‘ empfehlen ..
Ich werde meine Toms nun schon den 3.Sommer tragen (sie haben eine bessere Sole,als die normalen..) und erfülle dabei noch einen guten Zweck, denn für jedes Paar verkaufte Toms bekommt ein Kind in Afrika die selben Schuhe geschenkt!
Schaut euch mal um :
http://www.toms.com/
[…] 2. Espadrilles-Sommer 2013: Designer-Version, ja oder nein? […]