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Gedanken

GZSZ war gestern: Vlogging als neues Reality TV?

Früher gab es GZSZ, Reality Shows und MTV. Gibt es auch immer noch – interessiert aber keinen mehr. Dafür haben andere „Stars“ die vermeintlichen It-Girls, Serienschauspieler und Flavor Flavs unserer Jugend verdrängt: Familien, beste Freundinnen und stink-normale junge Pärchen – ODER: Vlogger. Nachdem YouTuber im allgemeinen auf den Olymp der Stars von heute gehoben worden sind, ist das Genre Vlog wohl ein ganz neuzeitliches Phänomen. Ganz normale Leute zeigen ihren ganz normalen Alltag und haben das zu ihrem Beruf gemacht. Das britische Duo „The Michalaks“ aus London verdient damit ihren Lebensunterhalt für ihre 3-köpfige Familie und Lena und Leonie aus Köln finanzieren sich damit mitunter ihr Studium. Was macht dieses neue Videoformat für die junge Zielgruppe so attraktiv und was bedeutet die Arbeit mit Kamera, immer und überall, für die Protagonisten, Filmer, Cutter und Regisseure (immerhin in nur einer Person vereint)?

Eine junge Familie bekommt ein Kind, klar dass man das am liebsten mit der ganzen Welt teilen will. Vielleicht nicht mit der ganzen Welt, aber zumindest mit den besten Freunden. Wenn es danach geht, haben die „Michalaks“ genau 202.646 enge Freunde. Und die bekommen so ziemlich alles zu sehen: Teile der Geburt (inzwischen privatisiert), den ein oder anderen kritischen Erziehungsversuch und den ganz normalen Alltagstrott. Hannah Maggs, inzwischen Michalak, hat 2012 mit ganz normalen Beauty-Videos angefangen und ist inzwischen Teil des Gleam Networks, in dem sich auch YouTube Superstar Zoella befindet. Letztere verhalf der bis dahin durchschnittlich erfolgreichen Bloggerin und YouTuberin zu einem heftigen Abo-Sprung, als sie sich vor allem vor der Kamera zu einem kleinen Pläuschchen trafen. Richtig Farbe, Dramatik und Filmmusik brachte jedoch erst Hannahs Ehemann Stef ins Spiel, der als Gadgetprofi richtig viel Spaß an der Filmerei hat – und das sieht man. Beauty-Content gibt es inzwischen kaum mehr, die Familie hat sich komplett auf Weekly Vlogs konzentriert, die jeden Sonntag zu einer festen Zeit erscheinen und meistens um die 30 Minuten lang sind. Ganz egal was in der vergangen Woche passiert ist, egal wie langweilig, wie kontrovers oder wie gecolorgraded der Spielplatzbesuch mit dem Kleinen war – ihr könnt es angucken und mit- beziehungsweise nacherleben.

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Doch was heißt das für die Eltern? Und was heißt das für das Kind?

Technisch sind die Videos top umgesetzt. Die Schnitte sind super, es wird mit zig verschiedenen Kameras gefilmt, bisher komplett Vlog-untypische Perspektiven genutzt. Es gibt musikalische Untermalung die passt und tolle Edits und Farbanpassungen der Videos. Doch was macht das möglich? Der Alltag richtet sich zu 100% nach der Begebenheit des Vloggens. Die eigenen Bedürfnisse und die des Kindes? Stehen vermutlich oft hinten an. Hannah klagte bereits selbst, dass das Vloggen alles in ihrem Leben verlangsamt. Immerhin muss sie alles fast 3 mal machen. Sie filmt wie sie aus dem Auto steigt. Dafür muss sie erst eine Kamera gegenüber aufbauen und so mindestens 2-3 mal das Auto mit einem träumerischen Blick in die Ferne verlassen. Ist das noch echt? Und ist das wirklich möglich?

Ihr Mann Stef schraubt sich sogar für das Tennis-Match eine GoPro auf den Kopf und den kleinen Grayson Maggs sehe ich detaillierter aufwachsen, als mein eigenes Patenkind. Auch Freizeitaktivitäten werden nur für den Blog geplant – wenn die Familie das Gefühl hat, nicht genug bieten zu können, weil zum Beispiel das Wetter in London schlecht war (kommt vor, oder?). Sie suchen sich ihre Ausflugsorte aus, weil man dort „good shots“ machen kann und nicht, weil es ein tolles Erlebnis für die kleine Familie wäre.

Das Recht am eigenen Bild und Kinder vor der Kamera.

Was sagt eigentlich Grayson dazu? Gar nichts, stimmt. Er kann ja nicht sprechen. Aber was wird er dazu sagen, wenn es dazu kommt? Und vor allem: Was denkt er, wenn er das volle Fassungsvermögen erkennt und wenn er 18 wird? Eigentlich sollte jeder Mensch selber entscheiden, ob er sich mit all seinen Ängsten, seiner Nacktheit und seinen intimsten Eigenschaften einer Kamera und einem Weltpublikum anvertrauen will. Diese Entscheidung wurde ihm abgenommen. Danke Mama, danke Papa.

Ich möchte hier gar keinen waghalsigen Vergleich zu Bloggern herstellen, die mal ein Bild ihres Kindes auf ihren Social Kanälen teilen. Wie zum Beispiel Anna Frost oder Nike von This is Jane Wayne. Ich wäre auch super stolz auf mein Kind und wenn ich jetzt in meine nicht vorhandene Glaskugel schaue, würde ich auch Fotos teilen. Vielleicht nicht jeden Tag das frontale Detailportrait, aber dennoch. Natürlich gibt es hier eine ähnlich kontroverse Diskussion, Facemapping, Nutzungsrechte, die angeblich latente Boshaftigkeit von Facebook und Co. Ich persönlich finde, es liegt ein meilenweiter Unterschied zwischen einem gelegentlichen Foto und einer stetigen Videoreportage die dich richtig plastisch macht. Ein Kind aus Glas.

Aber was heißt das für das soziale Leben und die Entwicklung des Kindes? Ich bin kein Psychologe und kein Experte. Aber jeder Moment, in dem Grayson beim Spielen gefilmt wird, ist ein Moment der Einsamkeit. Obwohl so viele Leute zuschauen. Warum?

Die Zustimmung der Erziehungsberechtigten ist erforderlich.

In Deutschland sogar von beiden Elternteilen. Das heißt: Spielkameraden, Playdates und Co dürfen nicht „auf Band“ und das ist auch gut so – und auch super ist, dass die „Michalaks“ das respektieren, aber DAS wiederum bedeutet auch umso mehr Alone-Time.

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Szenenwechsel: Du suchst eine neue beste Freundin? Kein Problem!

Wenn ihr nun den Sonntags-Vlog schon verschlungen habt, ist die Durststrecke nicht lang. Jeden Montag kommt der Weekly Vlog von Consider Cologne. Lena und Leonie studieren in Köln und sind beste Freundinnen sowie Geschäftspartner. Neben „normalen“ Beauty-Videos, Get ready with me und Hauls gibt es seit geraumer Zeit auch einen wöchentlichen Vlog, ebenso meist 30 Minuten lang und damit ein ordentlicher Wochen-Recap. Inhaltlich beschäftigt sich der Zusammenschnitt meist mit dem Studentenleben der beiden, Essen und Ausgehen, neue Produkte und manchmal auch Einladungen zu Blogger Events oder Konzerten. Die beiden Mädchen sind knapp Mitte Zwanzig und die Zielgruppe durchschnittlich mindestens 5-6 Jahre jünger. Diese fiebern jedoch regelrecht auf jeden neuen Vlog hin und sollte dieser mal zu spät kommen, dann hagelt es gleich mindestens von 2-3 ihrer 155.761 Abonnenten mehr oder minder vehemente Nachfragen auf Instagram & Co. Das ganze ist also nicht nur ein Job, es ist auch mit Druck verbunden. Man muss liefern, jede Woche und das am besten pünktlich.

 

 

Ich bin älter als die Zielgruppe der zwei und schaue ihren Vlog trotzdem. Warum? Sie sind sympathisch und erinnern mich an mich selbst. Ich kann meinen alten Studentenerinnerungen nachhängen, meine beste Freundin vermissen, Lust auf Essen gehen und Fahrrad fahren bekommen und mich nach einem anstrengenden Tag tatsächlich 30 Minuten berieseln lassen und entspannen. Ob das Relevanz ist? Vermutlich nicht, aber hat eure Abendserie oder euer Entspannungsbuch einen tieferen Sinn?

Der Unterschied, der schmale Grat, die eigene Entscheidung.

Lena und Leonie halten es ähnlich wie die Michalaks relativ streng und korrekt mit den Persönlichkeitsrechten ihres Umfelds. Wer nicht in den Vlog will, kommt auch nicht in den Vlog. Ungewollte 5 Seconds of Fame? Fehlanzeige. Das finde ich gut so, macht manche Ellipsen aber auch zu wahrhaftigen Lücken. Man hat bei den zwei Studentinnen oft das Gefühl, dass alles was nicht total alltäglich ist, weggelassen werden muss. Ich würde sie gerne mal beim Feiern, beim Date oder sonst wo sehen. Das ist genau der Voyeurismus, der dieses Genre erschaffen hat und die Erwartungen sind hoch. Warum? Bekannte YouTuber und Begründer des Vloggings aus UK zeigen jede Reaktion der Freunde, jedes Treffen, das gemeinsame Aufwachen und vielleicht noch mehr. Wieso das möglich ist? Gleich und gleich gesellt sich gern: in UK gibt es ganze Cliquen, dir nur noch aus selber ernannten Profi-Vloggern bestehen. Aber alles in allem: Absolut verständlich und jeder sollte genau wissen und entscheiden, was er zeigen will und was nicht.

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Mein Selbstversuch: Vlogging für Anfänger

Als ich vor 3 Monaten auf der Suche nach neuen Konzepten für meinen YouTube Kanal war, bin ich auf die Weekly Vlogs gestoßen. Stilistisch ganz anderes als bisherige Vlogs und von einer streng terminierten Regelmäßigkeit bestimmt. Das macht ihren Erfolg aus und ich startete einen Selbstversuch mit dem iPhone. Einfach nur um herauszufinden, ob das etwas für mich ist und gar nicht mit der Idee im Kopf das Ergebnis hochzuladen. Ich wollte vor allem das Filmen der liebevollen Schnittbilder ausprobieren, wofür man die Kamera schon mal aus der Hand legen muss. Eben genau diese Verlangsamung des Alltag spüren, die Hannah jeden Tag erlebt, wenn sie zum dritten Mal aus dem Auto steigen muss. Das Ergebnis? Die romantische Gassi geh-Szene endete mit Hundepipi an meinem neuen iPhone, weil Jimmy das angelehnte Riesentelefon nicht von einem Baum unterscheiden konnte. Das ist nichts für mich.

Als ich den Clip an Isabella schickte, erntete ich begeistertes Lachen: „Das war deine Chance auf ein virales Video!“. Stimmt.

Die unerträgliche Langeweile des Seins

Wir fassen zusammen: Wer vloggt und wird gerne geschaut? Normale Leute, vor allem Konstellationen, die junge Mädchen zwischen 16-25 erstrebenswert finden. Das heißt junge Paare, mit oder ohne Kind, beste Freundinnen, Familien. Man konserviert sich digital damit etwas, was man vielleicht (noch) nicht hat, sich aber wünscht. Damit man eine deckungsgleiche Identifikationsfläche hat, will man vielleicht auch gar keine speziellen Projekte, Ausflüge auf die Fashion Week oder überteuerte Klamotten sehen. So normal wie möglich, denn das ist sympathisch und authentisch. Diese Erkenntnis wächst noch mehr in mir, wenn ich mir meine eigenen Vlogging-Ausflüge anschaue. Nur bei ganz tollen, speziellen Events habe ich die Kamera mitlaufen lassen. Um Lesern und Zuschauern Einblicke weiterzugeben, die sie selber nicht hätten erlangen können. Wie das angekommen ist? Bei einer Nischenzielgruppe ganz gut, aber diese Videos wurden nicht gerade überdurchschnittlich viel angeklickt. Zu abgehoben? Zu weit weg?

Ich würde jederzeit wieder einen Vlog drehen, aber ein Versprechen meine ganze Woche – für Woche – abzubilden? Das wird es von mir vermutlich nie geben.

 

 

Dieser Vlog zum Beispiel wurde trotz der gutbürgerlichen Erbsensuppe im Thumbnail „nur“ 4.800 mal angeklickt. Front Row und Designer treffen? Klingt ja ganz nett, aber macht mich nicht gerade zur besten Freundin von nebenan und das verstehe ich. Auch bei Consider Cologne lässt sich das Phänomen bestätigen: Vlogs, die sich um Ereignisse drehen, zu denen die Girls nur Zugang hatten, weil sie Bloggerinnen sind oder wo sie über ihre erste eigene Autogrammkarte berichten sind etwas schlechter geklickt: zu abgehoben?

Wir amüsieren uns zu Tode – Neil Postmann 3.0?

Ich erspare uns nun eine Parabel und Abhandlung im Sinne von Erving Goffman & Co, aber vergesst nicht: Ein Vlog mag euch noch so nah ranlassen und vielleicht sogar ins Schlafzimmer der Michalaks oder in die „Bib“ zum Lernen mit Lena, aber es ist dennoch nicht echt und zu 100% authentisch. Es soll immer noch einen trennbaren Unterschied zwischen der privaten Person und der Person in der Öffentlichkeitssphäre geben und das müssen wir genauso respektieren, wie wir an anderer Stelle über die Kommerzialisierung einer Kindheit schimpfen. Unser Mediennutzungsverhalten hat sich geändert, kaum einer schaut noch TV. Natürlich kommen dann neue Formate hinzu und hier haben wir es einfach mit dem neuzeitlichen Reality TV zu tun. Und vermutlich muss ich mich an der eigenen Nase packen. Immerhin war ich größter Olsen-Fan schlechthin – aber waren die Zwei nichts anderes als heute ein Grayson ist?

Und wer es nicht mag, der lässt es einfach. Ich habe früher auch lieber Verbotene Liebe geguckt und bei GZSZ konsequent umgeschaltet. Wo der Aus-Knopf ist, wisst ihr ja. Bei Youtube ist es das X.

In diesem Artikel geht es keinesfalls darum, das Format zu verteufeln. Lediglich auf die große Bürde hinzuweisen, die man als Produzent trägt und die Verantwortung die man für sein eigenes Umfeld und den Inhalt mit sich bringt. 

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23 Comments

  • Reply Jules 21. September 2015 at 15:37

    Vorneweg: Super Beitrag, ich fand ihn ziemlich top geschrieben und interessant. Da ich seit ca. zwei Jahren bis auf Tatort und Fußball kein TV mehr schaue, sondern auf Youtube umgestiegen bin, finde ich das Thema wahnsinnig interessant. Neben Hauls, Get ready with me, Lookbooks, etc. schaue ich auch Vlogs ziemlich gerne. Eigentlich finde ich „besondere“ Events super, aber ich gebe zu, dass auch das alltägliche Leben interessant ist.
    Allerdings schaue ich eher weekly vlogs oder unregelmäßige Vlogs (z.B. Sammi von Beautycrush oder Lily Pebbles/Viviannadoesmakeup). Nur zu Weihnachten freue ich mich über Vlogmas. Die Youtuberinnen haben bei mir zwar nicht den Stellenwert einer Freundin, aber ich kann mich doch bei vielen Dingen wiedererkennen. Das ist gerade dann schön, wenn es um Themen/Dinge geht, die Freunde im wahren Leben eben nicht so interessieren.
    Daily Vlogging finde ich schon ziemlich arg, nicht aus meiner Sicht, aber aus Sicht der Vlogger. Die Family, von der du geschrieben hast, kenne ich noch gar nicht und finde die ganze Sache mit dem Kinder filmen irgendwie unheimlich. Und ja, auch, dass man Aktivitäten nach besserer Foto-Location aussieht, ist nicht richtig – auch, wenn ich zugeben muss, dass ich bei Ausflügen auch häufig daran denke, dass es gute Bilder gibt (trotzdem plane ich sie nicht danach!).

    Puh, ich glaube, ich könnte noch ewig über das Thema schreiben, aber bevor ich hier alles zuspamme, überlasse ich den Platz doch besser noch anderen :)

  • Reply Elisabeth 21. September 2015 at 16:02

    Super Artikel. Wirklich toll geschrieben.
    Selber schau ich auch am liebsten Vlogs. So kann ich durch den Bildschirm quasi das Haus verlassen und etwas erleben. Diese ganzen Events wie z.B. Vidcon finde ich dann allerdings wieder too much. Ich spüre nicht den Bedarf diese Leute zu treffen. Ich lass mich entertainen und damit hat sich das ganze.

  • Reply Franziska 21. September 2015 at 16:03

    Ganz toll hast du das geschrieben! Schön, mal was längeres von dir zu lesen.

  • Reply Vivi 21. September 2015 at 16:17

    Sehr toller Beitrag. So informativ und gut geschrieben ! Auch mit den einzelnen Links zu den Vloggern und den Beiträgen – TOP !

    Ich finde Vloggen ist so eine komische Sache. Wenn man auf Urlaub ein #followmearound Video mit vlogt finde ich das voll in Ordnung !
    Aber jeden Tag, und dann auch noch teilweise seine Kinder dort mit einzubeziehen ist wirlich fragwürdig !

    Ganz liebe Grüße, Vivi
    vanillaholica.com

  • Reply Lisa 21. September 2015 at 16:34

    Hej Jasmin. Tolles Thema, über das ich auch schon öfter nachgedacht habe. Es ist schon eine faszinierende Entwicklung mit dem Vloggen und weil es funktioniert, gut ankommt, gibt es immer mehr Vlogger. Ich schaue ehrlich gesagt super gerne Vlogs. Ich bin total neugierig, wie unterschiedlich die Leute leben und was sie machen. Auch wenn es gestellt ist, bekommt man verschiedenen Charaktere zu sehen, was mich schon inspiriert hat. Etwas selbstbewusster zu sein, sich nicht zu verstecken. Ich bin keine 16 mehr und darüber bin ich ganz froh, denn ich glaube nicht, dass es den jungen Zuschauern gut tut, ständig mit Vlogs aus dem ‚Alltag‘ von YouTubern oder Hauls zugespamt zu werden, um es mal etwas hart auszudrücken. Wenn ich früher noch GZSZ, FullHouse oder die BillCosby Show gesehen habe, dann war da eine gewisse Distanz. Das war im Fernsehen und es war klar, dass dies nichts mit der Realität zu tun hatte.
    Von den Michalaks habe ich ein paar Videos geschaut, bin aber nicht hängen geblieben. Das war mir zu viel. Zu privat, vor allem mit dem kleinen Kind.
    Liebe Grüße,
    Lisa.

  • Reply Julia 21. September 2015 at 17:33

    Ich muss gestehen, dass ich mich am Abend auch gerne mal von Vlogs berieseln lasse. Wenn ich mal nicht ganz abschalten möchte, lese ich aber noch viel lieber Texte. So authentische, ehrliche und verdammt gut geschriebene Texte wie dieser hier von dir. Ich freue mich schon mehr von dir zu lesen.

    Viele liebe Grüße,
    Julia

  • Reply Anna 21. September 2015 at 17:35

    Liebe Jasmin,
    sehr schöner Artikel zu einem Thema, das mich auch immer wieder beschäftigt. Ich schaue selbst gerne Vlogs zwischendurch, zur Entspannung oder wenn ich mich gerade fertig mache.
    Interessanterweise ist mir beim Lesen gerade aufgefallen, dass ich auch am liebsten ganz „normale“ Vlogs schaue: FleurDeForce mit ihren drei Hunden zuhause oder Claire Marshall unterwegs im Auto in LA. :)

    Kinder in Vlogs finde ich dabei immer noch schwierig, auch wenn es sehr spannend ist, dabei zuschauen zu können, wie sie „groß“ werden. Aber nachdem ich eine Weile itsjudyslife angesehen habe (die Zwillinge sind herzallerliebst!), wurde mir klar, was die Eltern ihren Kindern damit antun. Es kann einfach nicht sein, dass täglich Hunderttausende in die Privatsphäre dieser Kinder eindringen, die überhaupt keine Vorstellung davon haben, was mit ihnen geschieht.

    Ich muss dir hier auch noch mal ein großes Kompliment aussprechen zu der Richtung, die dein Blog und Youtube-Kanal jetzt eingeschlagen haben. Ich finde, du setzt dich mit sehr interessanten Themen auseinander und hebst dich damit wirklich ab. Fashion und Make-up müssen ja deswegen trotzdem nicht zu kurz kommen. Weiter so!

    Liebe Grüße,
    Anna

  • Reply Lisa 21. September 2015 at 18:55

    Wow, Jasmin! Ich bin begeistert. Man merkt total, wie viel Zeit und Leidenschaft du jetzt in deine Blogeinträge steckst/stecken kannst.

    Hut ab :)

  • Reply Lisa 21. September 2015 at 18:58

    Ein wirklich super toller Artikel und einfach nur super klasse geschrieben.
    Und du hast wirklich einfach mit allem defintiv recht.
    Es werden noch mittlerweile eher Youttube Video – Vlogs als Serien im Ferbsehgeschaut.

    Liebe Grüße Lisa
    http://hellobeautifulstyle.blogspot.de/

  • Reply Lisa 21. September 2015 at 19:57

    Ich schließe mich meinen Vorrednerinnen an, wirklich ein toll geschriebener Artikel über ein kontroverses Thema! Man merkt, wie sehr du darin aufgehst, dich ganz eurem Blog und deinem Youtube Kanal widmen zu können und mit wie viel Leidenschaft deine Arbeit verbunden ist. Macht weiter so :)

    Liebe Grüße
    Lisa

  • Reply VM 21. September 2015 at 21:16

    Danke für deinen Artikel!! Bitte mehr davon!! :-))) Ich finde es interessant, deine Meinung dazu zu lesen und das, obwohl ich NIX mit Vlogs anfangen kann. Und es ist egal, ob es Lieblingsbloggerin Anna Frost ist (sie hat, glaube ich, aber auch nur 2-3 gedreht) oder Laura Laqu, von der ich auch gerne Videos schaue. Ich finde Vlogs einfach nur langweilig und deshalb schaue ich mir die Videos gar nicht an. Ist mal ein interessantes Follow-Me-Around dabei (also genau das, was du beschrieben hast: besondere Events oder Reisen), dann schaue ich das wiederum gerne.
    Aber so sucht jeder nach seinem eigenen Geschmack und das ist ja auch gut so!
    Beim Thema Baby sehe ich es ähnlich wie du: Ein Kind ist ein Schutzbefohlenes und sollte entsprechend aus solchen Medien herausgehalten oder werden.

  • Reply Cirilla von Cintra 22. September 2015 at 09:04

    Ein richtig guter Post. Schön, dass du dich hier auch mit solchen Fragen auseinandersetzt! Die Vlogs von Considercologne schaue ich selbst auch gerne. Mir gefallen vor allem die kürzeren zusammengeschnittenen Aufnahmen von Städten, vom Radfahren, Essen oder Trinken. Und wenn ich Lena lernen sehe, bin gleich auch viel motivierter. Was für eine riesen Arbeit dahinter steckt, wurde mir auch erst bewusst, als ich im letzten Urlaub für mich selbst gefilmt habe.

  • Reply Charlotte 22. September 2015 at 10:10

    Ein sehr gelungener Post!

    Ich kann diese Bedenken die du äußerst absolut nachvollziehen! Zwangsläufig fühle ich mich immer wieder an das Buch „the circle“ erinnert. Ich bin zwar kein Freund von slippery slope Argumenten, aber ich finde schon, dass sich das alles in eine Richtung bewegt, die zumindest verlangt, dass man sich nicht mehr nur berieseln lässt, sondern sich bewusst dazu entscheidet, ob man das wirklich konsumiert.
    Authentisch finde ich so ein Format nicht und gerade bei einem jungen, vulnerableren, beeinflussbaren Publikum finde ich das kritisch, da genau das, eben das Authentische, der Anspruch dieser Vlogs ist.
    Sein Leben so einzuschränken, dass man auf diese 30 Minuten die entstehen sollen alles fokussiert und damit auch das Leben von denen zu beeinflussen, für die man Verantwortung trägt, finde ich in einem hohem Maße verantwortungslos.

    Liebe Jasmin, ich finde dieses Post ganz großartig und finde toll, wie differenziert und überlegt du geschrieben hast!

    Liebe Grüße
    Charlotte

    PS: ich fand den Antwerpen vlog super! ;)

  • Reply Lynndgren Lynndström 22. September 2015 at 12:33

    Ich persönlich muss sagen, ich schaue Vlogs sehr gerne und liebe die Vlogs von den Michalaks aber auch die von Lily Pebbles oder Consider Cologne gefallen mir sehr gut! Ich sehe das ganze ehrlich gesagt „lockerer“, schließlich finanzieren z.B. die Michalaks damit ihr Leben, haben vermutlich sehr viel mehr Zeit für ihr Kind als andere Eltern und dazu zeigen sie 30 (!) Minuten ihrer Woche! Das ist ein winziger Bruchteil und wenn Hannah gewisse Dinge 3x machen muss, bestifft das sicher einige Szenen, jedoch nicht den kompletten Alltag. Dazu sieht man, dass sie Spaß an der Sache haben und Erinnerungen schaffen, die es so nie geben würde. Ich habe mich auch mal gefragt, wie Grason dem Ganzen gegenüber stehen würde und dass es sicher schwierig wird, wenn er älter wird, trotzdem sieht man hier keine merkwürdigen Szenen eines Kindes, sondern in der Regel eher schöne Szenen, die man später sicher gerne anschaut. Auch die Menschen in der Umgebung der Famile scheinen sich bereits an die Filmerei gewöhnt zu haben und man sieht sehr regelmäßig andere Kinder und Freunde, von „Alone“ würde ich daher auch nicht gerade sprechen. Ich verstehe natürlich, was du damit sagen willst und da kann ich dir nur beipflichten, man muss sich bewusst machen, was man da zeigt und wer überhaupt gezeigt werden will.

    Liebe Grüße
    Lysann // http://www.LynndgrenLynndstroem.blogspot.de

  • Reply Stine 22. September 2015 at 13:21

    Toller Artikel. Hab ich gern gelesen. Ich habe für mich etwas Ironie zu anfang entdeckt,was vollkommen in Ordnung ist. Gucke selbst „die Michalaks“ regelmäßig..den Content herbei zu zwingen wie sie es manchmal tun finde ich auch fragwürdig.
    Gerne würde ich Vlogs von dir schauen.

  • Reply Ori 22. September 2015 at 16:19

    Ha, weisst Du, was auch super läuft? Videos, in denen Leute 20 Ü-Eier auspacken! Gucken sich nämlich meine Jungs auch gerne an und die Dinger haben mehrere Millionen Klicks. Ich werde sowas auch mal machen und total reich damit, Spitzen Plan XD

  • Reply liebe was ist 22. September 2015 at 20:21

    ein super toller Beitrag liebe Jasmin!
    und ich kann nur von selber bestätigen: ich habe keinen Fernseher und schaue am liebstes Vlogs/ FMAs auf Youtube … auch wenn ich früher kaum GZSZ geguck habe ;)

    trotzdem habe ich mir auch so meine Gedanken gemacht, ob ich mein noch nichts urteilsfähiges Kind so uneingeschränkt der (YouTube-) Welt präsentieren würde … das empfinde ich zumindest als bedenklich.

    Lenas und Leonies Vlogs schaue ich übrigens auch mit am liebsten, obwohl ich das Zielgruppenalter längst überschritten habe … weil sie einfach so sympatisch sind, mein früheres Ich kann sich so gut mit ihnen identifizieren und man hat fast das Gefühl, „die kennst du soch, könnteste auch mal Kaffee mit denen trinken gehen!“ :)

    <3 Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/

  • Reply MrsF 23. September 2015 at 10:25

    kurz und knackig:
    Die Qualität euerer Beiträge (Blog und youtube) hat sich wirklich enorm gesteigert!
    War es vorher „leicht Kost für nebenbei“ ist es jetzt Content auf den ich wirklich „warte“ bis er endlich erscheint.
    Ich freue mich am meisten über regelmäßige(!) Videos.
    Eine zeitlang war ich ehrlich gesagt ziemlich genervt von immer wieder angesagten aber nie erscheinenden Videos wie z.B die Vintage-Läden-in-NYC um nur ein Bsp. zu nennen.
    Ich hoffe das sich deine Selbstständigkeit so entwickelt wie du es dir vorstellst!
    Der Erfolg ist ja schon da und wird sich ganz sicher auch steigern!

  • Reply louisa 23. September 2015 at 20:07

    Das ist ein wirklich toller artikel, reflektiert und super geschrieben… Tea and Twigs wird jetzt täglich spannender, danke, Jasmin! Consider cologne schau ich auch manchmal ganz gern nach der uni/arbeit…
    Allerdings haben für mich vlogs, die kinder beim aufwachsen präsentieren einen seltsamem beigeschmack. Kennst du die „sacconejolys“? als ich zufällig auf die stieß, war ich richtig geschockt, sie filmen sich und ihre beiden kleinen kinder seit jahren JEDEN TAG und posten davon auch täglich ca. 30 minütige vlogs, das finde ich geht echt zu weit..

  • Reply Lou 23. September 2015 at 22:40

    Einer der besten Blogartikel, die ich je gelesen habe.
    Als du deine Ankündigung gemacht hast hatte ich schon total Angst, dass du mit dem Blog aufhören würdest und war total aus dem Häuschen und hab mich gefreut, als du dann ja „die andere Richtung“ eingeschlagen hast.
    Und ich muss sagen ich geb dir total recht mit dem Artikel, denn auch wenn du keine Vlogs im Hundepipi-Sinn machst (was ich zu gerne sehen würde! :D): du bist zu einer Freundin für mich und wahrscheinlich viele andere geworden.
    Ich hör dir gerne zu und schaue was du so neues ausgetestet hast oder was du so neues erlebt hast. Mein Freund lacht dann immer schon ein bisschen und mittlerweile „kennt“ er dich auch.
    Und ich finde so ein wöchentlicher Rückblick ist manchmal gar nicht nötig um seinen Lesern/Followern das eigene Leben nahe zu bringen. Ich mag dein Format so wie es ist.

    Lou

  • Reply misa 24. September 2015 at 10:20

    Ein sehr ausführlicher und guter Artikel liebe Jasmin. Ich bin knapp 29 und ich schaue auch noch gerne Vlogs, egal ob Alltag oder ein besonderes Event. Um eine beste Freundin zu finden… nein sicherlich nicht,lach.

    Für mich ist das pure Entspannung im Alltag. Ich nehme gerne auch kreativen und informationen Imput gelegentlich mit. Oder auch mal ein Beautyprodukt zum Näher anschauen etc.

    Man sollte aber seine Youtuber gezielter auswählen finde ich. Besonders diese auswählen, die noch Grenzen wahren können, sich nicht öffentlich zum Affen machen und eine gesunde Art haben rüber zu kommen, nicht verstelllt oder krampfhaft authentisch.

    Youtuber leisten einiges, was mir auch bewusst ist, aber sie zu extremen Stars zu machen und zu hypen wie Fans, geht mir etwas zu weit und ich bin zu alt dafür geworden. Ich habe dann eher mal für die Spice Girls geschwärmt.

    Dich zum Beispiel schaue als eine der wenigen deutschen Youtuber unheimlich gerne und verfolge auch Instagram immer gerne deine Bilder. Du ziehst bewusst gewisse Grenzen, hast eine ruhige und vor allem authenische Art, die mir unheimlich gut gefällt.

    So keine Ahnung, ob das alles Sinn macht dieser Beitrag,lach. Aber liebe grüße misa

  • Reply talisa 26. September 2015 at 17:55

    Liebe Jasmin,

    was für ein gut geschriebener und differenzierter Post! Ich hatte schon oft ähnliche Gedanken wie du zum Thema Vlogging. Stimme dir da absolut zu. Ich mache ja die Weekly vlogs auch ab und an und zeige nur kleine Ausschnitte. Das lässt sich mit mir und meinem Leben / Privatsphäre dann noch vereinbaren. Jede Woche könnte ich das auch nicht, habe ich probiert und schaffe ich einfach nicht. Ich finde es auch immer wieder verwunderlich , welche Videos dann am meisten gecklickt werden. Ich kann noch so viel Zeit und Mühe in Reisevlogs stecken, die Leute schauen lieber das „normale “ oder den 100. DM Haul. Ich finde das sehr schade. Zumal ich viel lieber Reisevlogs oder eben nicht die Alltäglichen Dine in Videos schaue. Verstehe das Phönomen nicht. Gerade deinen Antwerpen Vlog fand ich super. Ich wünsche mir in Zkunft mehr davon :D

  • Reply Christine 29. September 2015 at 11:58

    Ein sehr, sehr guter Artikel!
    Ich kann dir da einfach nur recht geben. Natürlich bin ich auch neugierig, auch ich schaue da gerne mal rein und lasse mich berieseln.
    Aber ich finde es einfach erschreckend, was man sieht, wenn man mal die Kommentare der Zuschauer durchliest. Wie fordernd die zum Teil sind. Mit welchen Kommentare die Youtuber konfrontiert werden, wenn sie mal einen Zeitplan nicht wie gewohnt einhalten können… Das geht meiner Meinung nach mittlerweile auch zu weit.
    Man hat das Gefühl, dass kaum noch ein Mensch Kritik normal bzw sinnvoll äußern kann (oder überhaupt weiß, was man wirklich kritisieren kann).
    Und man darf nicht vergessen: wenn es jemandem nicht gefällt, zwingt keiner denjenigen sitzen zu bleiben und weiter zu schauen!

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