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TEATOGETHER: Auf eine Tasse mit Thorsten Weh

Im Alltag begegnen wir so vielen Menschen, die uns neugierig machen und über die wir mehr erfahren möchten: Wie fühlt sich das an, sein eigenes kleines Café zu eröffnen? In einem kreativen Beruf zu arbeiten? Auszuwandern? Davon möchten wir in Zukunft mehr auf TEA&TWIGS erzählen – bei einer Tasse Tee natürlich, im Piloten spendiert von Lipton.

Den Anfang machen wir mit Thorsten Weh – Vollblutkreativer, Hobbybäcker (dabei aber Profi) und Langzeitblogger. Wie man all das unter einen Hut (oder Bart kriegt) – lest ihr nach dem Sprung!

TEATOGETHER mit Thorsten Weh  (Creative Director, Blogger & Backkünstler)

Jasmin: Hallo Thorsten – du bist Vollblutkreativer. Haupt- und nebenberuflich. Erklär uns und allen TEA&TWIGS-Lesern was du machst und was zu deinem Aufgabengebiet gehört.

Thorsten: Als Kreativdirektor bin ich verantwortlich für die Kreation in meiner Abteilung. Das heißt ich bin Ansprechpartner für die anderen Kreativen – Grafiker und Konzepter – bespreche mit ihnen die anstehenden Jobs, und übernehme eine Art Qualitätssicherung, indem ich darauf achte, dass die Arbeiten unserem Anspruch gerecht werden. Und ich versuche oft Anstöße oder Impulse zu geben. Zum Glück kann ich aber auch selber noch kreativ sein – entweder, indem ich mir Kampagnen, Ideen und Konzepte überlege, oder auch indem ich komplette Websites, Apps o.ä. konzipiere. Außerdem mache ich noch viel neben meinem Hauptjob – ich lege seit 20 Jahren als DJ auf, mache eine Online-Radiosendung und betreibe seit über 7 Jahren den Stuttgart-Blog Kessel.TV mit.

Neben all den neuzeitlichen Berufsbildern: was war dein erster Berufswunsch? Ich habe übrigens eifrig „Floristin“ in Poesiealben geschrieben.

Tatsächlich wollte ich schon ziemlich früh Grafik Designer werden – weil ich gern gezeichnet habe, und wegen der Serie „Ich heirate eine Familie“, wo der Serienvater Grafik Designer war. Und einen Porsche gefahren hat haha.

Wie hat sich dein Berufsweg gestaltet und wie bist du tatsächlich in der Agenturbranche angekommen?

Leider hat mir ein ziemlich dummer Berufsberater meinen Wunschberuf mit Hinblick auf langes Studium und Kosten ausgeredet. Die zweite Wahl war Journalismus – klassisch von der Schülerzeitung über die freie Mitarbeit bei der Lokalredaktion der Tageszeitung, später freie Mitarbeit bei Musik- und Szenemagazinen und dann schließlich über ein Praktikum der Einstieg in den „richtigen“ Journalismus bei einem Stadtmagazin. Und über diverse Stationen wie Musiklabel, Selbständigkeit und IT-Branche bin ich dann irgendwann als Texter und Konzepter in einer Agentur gelandet.

Was schätzt du am meisten an deiner Arbeit? Was ist Kreativität für dich?
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Der Vorteil, in einer Agentur zu arbeiten, ist definitiv, dass man sich immer wieder auf neue Themen, Kunden und Aufgaben einstellen muss. Es kommt vor, dass ich mich an einem Tag mit Zahnimplantaten, am nächsten mit Hochleistungssensoren und am dritten mit Mode beschäftigen muss. Allein deshalb muss ich schon kreativ sein – ansonsten bedeutet Kreativität für mich, auf Ideen zu kommen, die überraschend, originell und manchmal ausgeflippt sind, aber trotzdem der Aufgabe gerecht werden.

Wenn du dir heute noch einmal einen anderen Beruf aussuchen könntest und damit einen neuen Weg einschlagen könntest – was wäre das?

Tatsächlich finde ich es bis heute schade, dass ich nicht eine „solide“ Ausbildung als Grafiker habe. Ich bin zwar in der glücklichen Lage, als CD neben der Konzeption auch für die Grafik verantwortlich zu sein – aber bei mir selber reicht es mit rudimentären Photoshop-Kenntnissen nur für einfache Flyer.

Nachwuchsförderung: Was kannst du jungen Berufseinsteigern raten, die gerne in die Kreativbranche einsteigen würden?

Praxis ist alles. Also so viel wie möglich machen, alles was Spaß macht – nicht nur Praktika neben dem oder während des Studiums, sondern in der Freizeit bloggen, Flyer gestalten, T-Shirts drucken, Videos produzieren. Dabei merkt man dann ziemlich schnell, was wirklich Spaß macht. Und nur was Spaß macht macht man richtig gut.

Blogger unter sich: Mit Kessel.TV gehört ihr zum Blogger-Urgestein – nicht nur in Stuttgart. Was schätzt du am Medium Blog und wie bringt ihr euren Alltag, das Blogger-Dasein und natürlich euren normalen Job unter einen Hut?

Was ich an Blogs schätze und was Kessel.TV auch auszeichnet ist die Schnelligkeit – wenn wir ein interessantes Thema sehen ist es in manchen Fällen zehn Minuten später online. Und die Unabhängigkeit, die wir zumindest bei uns noch groß schreiben. Aussagen von Modebloggerinnen, wie ich es neulich zum Beispiel gelesen habe, „Blogger schreiben über Produkte. Das ist ihr Job.“ finde ich zum Kotzen. Natürlich kostet der Blog viel Zeit, aber siehe oben – wenn man etwas gern macht und es Spaß macht, dann sind auch die Zeit und der Aufwand egal.

Zu guter letzt: wen würdest du gerne mal zu einem Tee (okay, oder Kaltgetränk) treffen?

Ich glaube tatsächlich Johnny Häusler vom Spreeblick, auch so ein „Blogger-Urgestein“ – ich respektiere seine Arbeit sehr und bin großer Fan von seiner Talkshow auf Flux FM.

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Und jetzt seid ihr gefragt: Wer macht dich neugierig? Wen würdest du gerne mal auf eine Tasse Tee treffen? Let’s do it! Vielleicht kriegen wir den ein oder anderen für eine neue Folge vom TEATOGETHER an den Küchentisch!

Vielen Dank an Thorsten für das Gespräch und an Lipton für die Heißgetränke und die Kooperation! Lipton will mit der Idee #Teatogether zeigen, wie wichtig Offenheit ist und dass das Miteinander ist, was zählt.

Thorsten findet ihr auf Instagram, Twitter, Kessel.TV und natürlich auf XING.

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7 Comments

  • Reply Malena 8. November 2015 at 20:53

    Heyho Tea&Twigs Team,
    sehr netter Artikel und ein netter Gedanke ein paar Gesichter vorzustellen.
    Ich würde mir wünschen, dass ihr sowas auch mit Leuten aus der Gastronomie macht.
    Vielleicht ein Koch oder ein Chef von einem tollen Vegetarischen/Veganen Restaurant . 🙂
    Liebe Grüße Malena

    • Reply Jasmin 9. November 2015 at 11:20

      Das ist eine sehr gute Idee 🙂 Danke dir!

  • Reply Anna 9. November 2015 at 15:14

    Eigentlich fände ich vor allem ein Interview mit dir, liebe Jasmin, ziemlich spannend. Du hast so einen interessanten Werdegang hinter dir und auch einige Entwicklungen gemacht. Vielleicht ließe sich das ja als Gespräch mit Isabella realisieren? Ich würde mich freuen und gerne mehr über dich erfahren!

    • Reply Jasmin 9. November 2015 at 18:54

      Hallo Anna, da habe ich wohl genau das richtige in Planung – zwar nicht ganz in Interviewform aber es kommt ziemlich bald 🙂 Ich habe Thorsten ausgewählt, weil er etwas sehr ähnliches macht wie ich zuletzt – ich dachte dann wäre das doppelt interessant, für alle, die gerne in so kreative Berufe reinschnuppern mögen. Liebe Grüße!

  • Reply liebe was ist 9. November 2015 at 18:38

    ein sehr angenehmes Interview!
    finde solche Artikel immer sehr inspirierend, weil sie einem die Lebensperspektiven anderer zeigen und dann oft natürlich einen Anstoß für neues liefern 🙂
    ein absolut sympathischer Typ, der Thorsten!

    <3 Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/

  • Reply Julia 9. November 2015 at 21:18

    Tolles Interview, ich mag das Konzept sehr! http://cosmicconfession.blogspot.de/

    • Reply Jasmin 10. November 2015 at 12:15

      Danke sehr 🙂

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