Gedanken

Lifestyle: Achtsamkeit & Entspannung

Nachdem mein letzter Beitrag zum Thema „me-time“ so gut bei euch angekommen ist, dachte ich, ich gehe auf einige Punkte etwas genauer ein und stelle euch noch mehr Tipps und Tricks für blitzartige und wohlverdiente Alltagsflucht vor. Dieser Beitrag ist für alle, die manchmal richtig verspannt sind, sich überfordert fühlen – und all das vielleicht sogar ohne zu wissen warum. Hier gibt es Ideen, um das Problem bei der Wurzel zu packen und Routinen, die das Leben jeden Tag ein klitzekleines bisschen besser machen sollen.

My last post about my „me-time“ routine was pretty popular and I decided to share more details on my favorite things, rituals and tipps regarding a mindful lifestyle. Life is hectic and sometimes it all gets a little to much. I totally felt the urge to do something against my fast paced lifestyle last years and the tipps I collected changed my attitude and well-being.

1) It’s all about the routine!

Wie kommt es eigentlich zu Alltagsstress? Gute Frage, oft schleicht es sich einfach ein. Aber was tun? Gegen das Gehetze am Morgen, allgemeinen Schlafmangel oder Stress durch ständiges Zu-spät-kommen hilft nur eins: Das Etablieren von festen Routinen und Abläufen im eigenen Leben. Klingt unglaublich langweilig (ich muss geben, ich LIEBE es) – ist aber mehr als effektiv. Nehmen wir uns den Morgen als erstes vor: Ihr steht lieber spät auf, hetzt dann aber ohne Frühstück aus dem Haus und bemerkt den Fleck erst im Kundenmeeting? Doof, ne? Das könnte alles anders sein! Sucht euch in Zukunft eine Zeit aus, zu der ihr aufstehen wollt. Das muss nicht gleich total übertrieben früh sein. Ihr müsst euch nicht komplett umkrempeln – versucht es mal mit 1,5-2 Stunden maximal, bevor ihr aus der Tür müsst. Macht euch bequem fertig, frühstückt, macht noch etwas schönes oder informiert euch über das Weltgeschehen – so seid ihr perfekt vorbereitet für den Tag. Ihr packt das nicht? Dann müssen wir wohl die Wurzel noch tiefer packen und eure Schlafenszeit optimieren: Geht jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett. Auch nicht um 9 – aber hey, ein bisschen früher dürfte es vermutlich schon sein, oder? Ihr werdet sehen: Mit diesen festen Abläufen und Routinen reduziert 50% unnötigen Alltagsstress bereits ohne auch nur einen anderen der Tipps lesen zu müssen!

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2) Mit den Ohren entspannen: Hörbücher!

Hörbücher haben mich schon zu absoluten Unruhezeiten über Stress und Angst hinweggetröstet, perfekt abgelenkt und zum Lachen/Weinen/Nachdenken gebracht. Für mich ist es die perfekte Beschäftigung, die ich sogar packe, wenn ich mich sonst gar nicht motivieren könnte. Das beruhigende Vorlesen eines Sprechers mag ihn mir Kindheitserinnerungen wachrufen und ich fühle mich gleich entspannt und sicher, einfach geborgen. Außerdem schaffe ich endlich wieder mehr Bücher in einem Monat und auch das macht mich glücklich. Ich habe immer viel gelesen, aber manchmal hat mir in letzter Zeit die Kraft gefehlt. Außerdem kann man fast jede vermeintlich blöde Beschäftigung zu einem spannenden Erlebnis ummodeln: Ich höre die Verblendung beim Spülen und ein Produktivitätslehrbuch während ich auf dem Sofa liege – I win! Seit Jahren benutze ich die App Audible und suche mir mit Vorliebe lange Hörbücher aus. Wenn ihr es auch mal ausprobieren wollt, klickt hier. Ihr könnt das Angebot 30 Tage kostenlos testen!

Meine momentanen Top 3-Hörbücher:

  1. Verblendung von Stieg Larsson
  2. Blackout von Marc Eisberg
  3. Manage your day-to-day von Jocelyn K. Glei

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3) Meditation als tägliches Ritual

Zur Meditation habe ich euch ja hier bereits einiges erzählt. Neben der deutschen RITUALS App nutze ich auch die App Headspace (leider nur auf Englisch) und versuche Meditation nicht nur als SOS-Mittel, sondern in meinen Tagesablauf einzubauen. Am besten sucht ihr euch einen festen Zeitrahmen, am besten morgens, und versucht das ganze wie Sport einfach zu integrieren. Mir persönlich fällt das manchmal immer noch schwer, einfach weil es in meinem vollen Timetable das erste ist, was runterfällt, aber ich arbeite langsam daran und sehe erste Erfolge. Meditation ist die Grundlage für das Thema Achtsamkeit, welches ich auch im Video angesprochen habe. Ihr lernt durch diese Techniken, euch bewusst zu entspannen und wir ihr diese Tätigkeit möglichst gewollt im Alltag einsetzen könnt.

Don’t forget: Treat your head right!

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4) Dear Diary…

Viele halten mich für eine recht reflektierte Person, aber manchmal gehe ich mit unausgesprochenen Gedanken, Ideen und Gefühlen ins Bett und diese halten mich dann wach. Ein Tagebuch kann dabei helfen, Dinge zu verarbeiten oder sich mehr auf Positives zu besinnen. Das 5 Minute Journal bietet eine perfekte Vorlage für alle, die keinen persönlichen Roman oder eine verkappte Autobiographie schreiben wollen. Wofür bist du dankbar? Was war die schwierigste Aufgabe des Tages? Du musst das Journal nicht mal kaufen, du könntest dir auch eigene Fragen überlegen und so für dich den richtigen Weg finden. Das Schreiben verlegt man am besten direkt ins Bett (ihr erinnert euch, Rituale!) und hat somit einen sehr deutlichen Tagesabschluss. Folgende Fragen finde ich übrigens sinnvoll:

  1. Liste drei tolle Dinge auf, die heute passiert sind…
  2. Mein Tag in einem Satz / Wort:
  3. Das wünsche ich mir für morgen / mein Ziel für morgen:

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5) Achtsamkeit und „Mindful Walking“

Klingt komisch. Ne? Also ich dachte am Anfang, das wird mir zu esoterisch. War dann doch nicht so und deswegen will ich euch unbedingt davon erzählen. „Achtsamkeit“ ist ein ganz normales Wort – hat aber auch eine tiefere Bedeutung die aus der Meditationslehre kommt. Achtsamkeit ist ein Wahrnehmung- bzw. Bewusstseinszustand, der auch entspannen soll und die Welt in verschiedenen Situationen besonders, intensiv und eben zu 100% wahrnehmen lässt. Ihr übt das in der klassischen Meditation indem ihr euch zum Beispiel auf euren Atem konzentriert, aber es gibt solche Übungen auch für das alltägliche Gehen, Essen oder andere Tätigkeiten. Ihr wollt „Mindful Walking“ ausprobieren? Kein Problem!

Nehmt euch Zeit. Geht keinen besonderen Weg, wählt ruhig einen den ihr schon öfter gegangen seid. Konzentriert euch, atmet regelmäßig – und dann konzentriert ihr euch darauf wie ihr geht. Was machen eure Arme? Schwingen sie am Körper? Wie treten eure Füße aus? Ändert nichts daran, aber nehmt es ganz bewusst war. Konzentriert euch auf diesen Rhythmus. Wenn ihr das eine Weile ganz locker und einfach gemacht habt, konzentriert euch auf euer drumherum: Was seht ihr? Gibt es Dinge an diesem Weg, die ihr noch nie entdeckt habt? Schaut auch nach oben, in Baumkronen, an den Ansatz der Dächer und dann spitzt eure Ohren: Was hört ihr? Tiere? Autos? Herbstliches Knistern? Der letzte Schritt: Nehmt ihr auch spezielle Gerüche war? Sind sie angenehm oder unangenehm? Mit all diesen Eindrücken macht ihr euren Weg, ohne euch zu hetzen. Wenn ihr wieder zuhause seid, könnt ihr vergleichen wie ihr den Weg im Vergleich zu einem normalen Spaziergang fandet. Wichtig: Nicht aufs Handy schauen!

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Das waren jetzt auch meine 5 Tipps für euch – ich hoffe sie haben euch gefallen und ihr könnt nun einen extra entspannten Sonntag verbringen!

 

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11 Comments

  • Reply Cherry 20. September 2015 at 12:22

    Normalerweise gehöre ich zu den stillen Leserinnen aber bei dem tollen Video muss ich doch mal kommentieren:) Mir hat es wirklich sehr gefallen und spricht mich aus aktuellem Anlass sehr gut an. Durch meinen stressigen Job bin ich sehr auf Entspannung angewiesen. Dadurch tanke ich Kraft und Energie. Ich habe mir vor drei Wochen die Meditationsapp 7mind runtergeladen und meditiere damit. Das hat mich schon viel entspannter gemacht.
    Mit der Achtsamkeit hast du genau den Nerv getroffen. Überall sieht man Menschen mit Handys, alle wollen immer top informiert sein oder medial alles von sich geben. Dadurch verpasst man doch so viel. Natur, zwischenmenschliche Gespräche und vor allem den Zugang zu sich selber…
    Ich mag deine letzten beiden Videos sehr gerne und freue mich mehr davon zu sehen/ zu lesen.

    • Reply Jasmin 20. September 2015 at 13:08

      Danke für deinen Kommentar! Die app werde ich jetzt auch mal probieren, bin da sehr aufgeschlossen. Ich hoffe, dass du etwas mehr Entspannung neben deinem Job findest <3 Liebe Grüße!

  • Reply Anna 20. September 2015 at 12:40

    Wirklich ein sehr toller Artikel, der mich daran erinnert, meinen Tag noch ein bisschen besser zu strukturieren und es vielleicht doch mal mit Meditation zu probieren.

    Übrigens noch eine ganz andere Frage: Findest du das Buch von Zoella wirklich gut? Ich habe es schon auf mehreren Fotos von dir gesehen und irgendwie passt es für mich nicht richtig in das Bild, das ich von dir habe. Versteh das bitte nicht falsch, schließlich musst du nicht meinem Bild entsprechen, nur kommst du sonst einfach anders und erwachsener rüber. Ich habe nichts gegen Jugendbücher oder Zoella, aber mich würde deine ehrliche Meinung dazu wirklich interessieren!
    Liebe Grüße,
    Anna

    • Reply Jasmin 20. September 2015 at 13:07

      Hallo Anna, für ein Jugendbuch finde ich es nicht schlecht! Ich mag Jugendbücher allgemein, aber sonst eher Dystopien. Das habe ich aber vor allem gelesen um mir ein Bild machen zu können, weil das vor allem noch zu der Zeit war wo ich viele internationale Blogger-Kooperation für Firmen betreut habe, und wissen wollte auf welchem Niveau das ist. Außerdem find ich es toll, dass Blogger inzwischen auch einen Bestseller „schreiben“ können. Für mich gings da eher um das Drumherum und nicht um Literatur. Auch die Vermarktung von ihr etc. Sehr interessant! Aber momentan lese ich was anderes 😉

      • Reply Anna 20. September 2015 at 17:30

        Hey Jasmin, danke für deine schnelle und ausführliche Antwort! Leuchtet mir natürlich ein, dass das Ganze von dem Gesichtspunkt aus sehr interessant für dich war. Sie ist auf jeden Fall ein Phänomen und ich finde es auch spannend, wie weit der Einfluss von Bloggern mittlerweile geht. 🙂

  • Reply Alex 20. September 2015 at 14:40

    Ein wundervoller Artikel, liebe Jasmin!

  • Reply Vera Magdalena 20. September 2015 at 16:42

    Hallo Jasmin,
    ich habe mir heute Vormittag auf deinem YouTube Kanal dein Video zu diesem Thema angeschaut und fand es so gut und inspirirerend, dass ich auf jeden Fall den pasenden Blogartikel dazu auch lesen wollte, was ich gerade getan habe. Vielen Dank für die Arbeit, die hinter beidem steckt, es hat mir sehr gut gefallen und mich sehr angesprochen.
    Ich finde die Entwicklung, die du gerade durchmachst und mit deinen Lesern und Zuschauern teilst, sehr spannend und kann mich seitdem viel besser mit deinen angesprochenen Themen identifizieren als davor.
    Ich probiere mich auch schon seid ungefähr April mit Yoga und Meditation aus und finde es dementsprechend sehr interessant, da neuen Input zu bekommen. Das Thema „Achtsamkeit im Alltag“ ist mir bereits bekannt und ich versuche es so oft wie möglich zu praktizieren. Es ist meiner Meinung nach eine sehr wichtige Übung, die viel mehr Menschen alltäglich tun sollten und demensprechend finde ich es wirklich gut, dass du darüber sprichst und darauf aufmerksam machst.
    Ich bin gespannt, was in nächster Zeit alles auf deinem Kanal/Blog passiert.
    Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg an dem was du tust!
    Liebe Grüße, Vera

  • Reply liebe was ist 20. September 2015 at 17:41

    ein sehr schöner Beitrag mit wertvollen Tipps, liebe Jasmin.
    vor allem Routinen vereinfachen das (Alltags-) Leben so ungemein, wie ich finde! man muss bei den banalen Dingen einfach nicht ständig darüber nachdenken, was man als nächstes zu tun hat.
    schön finde ich auch deine Ideen zum Tagebuchschreiben und dem „Mindful Walking“, da können wir uns alle immer noch ein Scheibchen von abschneiden 🙂

    <3 Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/

  • Reply Dominique 20. September 2015 at 18:28

    Liebe Jasmin,

    obwohl dein Blog schon ewig in meinen Lesezeichen rumgeistert, muss ich zugeben, dass ich erst in den letzten Wochen wirklich bemerkt habe, wie toll er ist. Die Themen die du hier (und auch auf YouTube) ansprichst, passen ziemlich gut zu dem, was mich im Alltag gerade beschäftigt. Vielen lieben Dank für deine Tipps für mehr Entspannung und Achtsamkeit. Weil du selbst so mit dir im Reinen zu sein scheinst, bist du eine tolle Inspiration und Motivation. Headspace habe ich mir direkt mal runtergeladen und vorhin auch schon die ersten zehn Minuten meditiert – und muss zugeben, dass ich seit dem wirklich etwas ruhiger bin. Danke für die Empfehlung!

    Alles Liebe
    Dominique

  • Reply Lisa 20. September 2015 at 19:40

    Ein wirklich super toller Beitrag mit so unglaublich tollen Bilder.
    Ich muss wirklich sagen das ich diesen Blog immer interssanter und schöner finde. Und ich muss wirklich sagen ich finde es toll Tagebuch zu schreiben.

    Liebe Grüße Lisa
    http://hellobeautifulstyle.blogspot.de/

  • Reply Ann Cathrin 21. September 2015 at 15:54

    danke für die tollen Tipps! Werde mal versuchen, sie in meinen Alltag zu integrieren!

    Ann Cathrin xx

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