Weltreise

5 x Kyoto, die alte Hauptstadt Japans

Meine Japan-Berichterstattung mit unseren berühmtberüchtigten „5 x …“ fange ich ganz unerwartet mit Kyoto und nicht mit Tokyo an. Vermutlich hat die alte Hauptstadt mich mehr beeindruckt oder zumindest der starke Kontrast Tokyo erst richtig hat schätzen lassen. Etwas mehr als 2 Stunden braucht man mit dem schwebendem Shinkansen in die alte Kaiserstadt und dort warten viele traditionell und mystisch angehauchte Abenteuer, fantastisches Essen, alte Tempel und einfach ein ganz ungewohnter und andersartiger Lebensstil. Auf jeden Fall eine Reise wert und heute möchte ich euch mitnehmen in die Tiefen der kaiserlichen Residenz.

My japan coverage begins with our infamous „5 x …“ about – YES – Kyoto instead of Tokyo because it really made our vacation and it’s the perfect place to end a roundtrip through japan. You can get there via a shinkansen train ride in less than three hours and enjoy delcious food, charming geisha dances and mysterious bars and nightlife located in the heart of Gion.

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1. Schlafen und Wohnen im Ryokan: Gekonnter Minimalismus

Von meiner guten Freundin Lena bekam ich einen wertvollen Tipp: Wenn wir die Japanreise antreten, sollten wir unbedingt in einem Ryokan übernachten. Hierbei handelt es sich um ein traditionell und minimalistisch gehaltenes Reisegasthaus, in dem normalerweise auf Futons, sprich auf dem Boden, geschlafen wird. Tatami-Matten und mit Washi bespannte Schiebetüren gehören dazu sowie ein Tisch der nur knapp über dem Boden steht und für ein Private Dinner genutzt werden kann. Wenn auch die meisten Ryokans wenig Service bieten, kann man oft auf dem Zimmer frühstücken oder eben ein Abendessen buchen, welches beides gleichermaßen viel rohen Fisch beinhaltet. Achtung, Mutprobe! Unser Ryokan war im minimalistischen Sinne äußerst luxuriös und service-orientiert, das Baden im eigenen Onsen hatte Spa-Feeling und das Schlafen auf dem Boden war bequemer als gedacht. Zu unserem Ryokan gibt es aber bald ein seperates Posting inklusive Mini Roomtour!

Adresse: YOSHIMIZU, Bentendo-ue, Maruyama Park, Higashiyama-ku, Kyoto

Die offizielle Website (auf Englisch) findet ihr hier.

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2. Geisha Spotting in Gion

In Gion gibt es die höchste Dichte an „echten“ Geishas, wobei man hier zwischen Meikos und Geikos unterscheidet, was lediglich über den Status der Ausbildung und das Alter Auskunft gibt. Auf den Straßen, in den naheliegenden Theatern und in Teehäusern gibt es die Möglichkeit, Geishas zu treffen oder von weitem zu beobachten. Ich war gleich am ersten Abend überzeugt, zwei echte Geishas auf der Straße gesehen zu haben, wie sie heftig beschäftigt zu einem Termin trippelten. Und nein, ich lasse mich da keines besseren belehren, denn die Illusion gleich so ein Glück gehabt zu haben, hat meinen Kyoto Aufenthalt unheimlich versüßt. Dieses Mysterium ist auf jeden Fall super interessant und den ein oder anderen abenteuerlichen Spaziergang durch die engen Gassen Kyotos wert, immer auf der Suche nach der nächsten Dame mit Holzsandalen und Obi Gürtel.

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3. Cat Café oder Liebe für 1000 Yen

Kurz vor meiner Abreise sah ich eine Reportage, die über zahlreiche Tokyo-Klischees aufklärte. Unter anderem Cat und Dog Cafés. Im Zentrum von Kyoto stolperten wir rein zufällig über ein eben solches und ich musste einfach hinein. Ein furchtbar schlechter Kaffee für 100 Yen und und eine zickige Besitzerin später warteten 13 leicht irritierte Katzen auf uns, die schlicht und einfach darauf trainiert waren, sich nur gegen die gegen Bares erhältlichen Leckerlis streicheln zu lassen. Festhalten und Bedrängen darf man die Tiere übrigens gar nicht und da achtet der Staff auch wirklich drauf – immer noch skurril, aber trotzdem ein echtes Erlebnis. Anscheinend ist der Trend inzwischen bis nach Deutschland und Österreich geschwappt, denn in München und Wien gibt es ebenso bereits erste Cat Cafés.

Adresse: Findet ihr hier auf der offiziellen Internetseite!

Preis: Kaffee 100 Yen, 30 Minuten Kuscheln 1000 Yen

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4. Die schönste Straße Asiens – Mystery Bars & Restaurants

Die Shimbashi Dori hat einen Ruf, der nicht gerade zu verachten ist: Die angeblich schönste Straße Asiens ist beschaulich klein und auf den ersten Blick gar nicht so besonders. Bei einer nächtlichen Erkundungstour erkannten wir aber die wahre Schönheit und vor allem das geheimnisvolle Potential der mit alten Häusern umzäumten Straße. Hinter fast jeder Fassade verbirgt sich eine Bar oder ein edles Restaurant, von draußen lässt sich aber für die meisten Europäer kaum bis gar nicht erkennen, was sich hinter dem jeweiligen Vorhang verbirgt. So stolperten wir in eine ausgezeichnete Sake & Cocktail-Bar wo wir ganz ohne Karte und nur nach persönlichen Vorlieben bedient wurden. Leider mussten wir pünktlich zur Sperrstunde im Ryokan aufbrechen, sonst wäre es sicher noch ein Drink mehr geworden. Die genaue Adresse kann ich euch leider nicht sagen, allerdings seht ihr den Eingang oben abgebildet. Mein Tipp: Solltet ihr selber mal die Sihmbashi Dori entlang flanieren – probiert einfach selber das Bar- und Restaurant-Roulette aus und findet euren ganz persönlichen Favoriten.

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5. 11 Gänge Kaiseki – köstliche Kleinigkeiten im Herzen von Kyoto

Im Herzen von Gion befindet sich das hervorragende Kaiseki Restaurant „Gion Karyo“, welches zwei Pluspunkte miteinander vereint: Ein englisches Menü und gleichzeitig die fazinierenden Eigenheiten der traditionellen japanischen Küche auf einem hervorragendem Niveau. Ein fixes 11-Gänge Menü (es gab nur eine Auswahlmöglichkeit und zwar die Zugabe für den letzten Gang zum satt werden, Reis mit zum Beispiel Erbsen und kleinen Sardinen) zubereitet in einer offenen Küche, die ohne Decke auskommt und die oberen Plätze im Restaurant erlauben es den Gästen, den Zubereitungsprozess live mitanzuschauen. Außerdem gibt es eine dekadente Sakeauswahl und wunderbaren Service. Ein echtes Erlebnis, welches seinen Preis hat – dafür aber definitiv das beste Essen in knapp zwei Wochen Kapan! Mit einem Foodblogger unterwegs zu sein, hat definitiv seine Vorteile.

Adresse: 570-23 Gion-machi Minami-gawa, Higashiyama-ku

Die offizielle Website (leider auf japanisch) findet ihr hier.

Viele haben gefragt, wie ich mich auf die Reise vorbereitet habe. Neben vielen lieben Ratschlägen und Tipps von Freunden gab es ein gemeinsames Pinterest-Board und eine Google Maps Karte sowie ganz Oldschool den Lonely Planet Kyoto und den Wallpaper Guide Kyoto als Lektüre.

Was wollte ihr noch zum Thema Japan, Tokyo ode Kyoto lesen? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

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3. Video: Tokyo Haul (Chanel, Uniqlo, Washi Tape)

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11 Comments

  • Reply Victoria 10. Juni 2014 at 12:12

    Jaaa, mehr bitte – alles, am besten 😀 Ich wollte auch schon immer mal nach Japan, aber irgendwie hat es noch nicht geklappt … würde mich freuen, wenn noch mehr zum Thema kommt 🙂

    • Reply Jasmin 10. Juni 2014 at 14:06

      Auf jeden Fall, sehr gerne 🙂

  • Reply jasmin 10. Juni 2014 at 12:15

    war sicher eine spannende reise. ich würde auch gerne mehr bilder sehen!

    lg
    http://rockinglace.blogspot.de/

  • Reply hikki 10. Juni 2014 at 12:32

    mit wem warst du denn unterwegs?

  • Reply Sandri 10. Juni 2014 at 13:12

    Endlich ein Post zu Japan. Wie spannend! Könntest du vielleicht ein Video dazu machen und ein bisschen was zu eurer Reiseroute erzählen und der Kultur? Was dich überrascht hat, was du vielleicht schon vorher wusstest? Wie bequem und kosteninsteniv das Reisen vor Ort ist, welche Modestile du dort entdeckt hast, welche interessanten und Läden und Leute. Und ist Japan tatsächlich so teuer oder wie ist es vor Ort? Einfach ein super spannendes Land in das sich noch nicht all zu viele gewagt haben. NY-Reiseführer bzw. -berichte findet man ja en masse. Bei Tokio und Co. ist das ja etwas anders. Wäre toll, wenn du uns da noch mehr berichten würdest. Danke für deine Mühen! Ich bin dieses jahr erstmal für längere Zeit in Island aber Japan fasse ich auf jeden Fall nächstes Jahr ins Auge.

    • Reply Jasmin 10. Juni 2014 at 14:07

      Eine gute Entscheidung, ich kann eine solche Reise nur empfehlen. Danke für deine vielen tollen Fragen und Denkanstösse, ich werde so viel wie möglich davon berücksichtigen! Liebe Grüße!

  • Reply Kleiderschrank-Kolumne #1: Die Latzhosen-Zeitreise | tea & twigs 10. Juni 2014 at 17:12

    […] 1. 5 x Kyoto, die alte Hauptstadt Japans […]

  • Reply SOMMER-Outfit: Von wilden Tieren und heißen Temperaturen | tea & twigs 11. Juni 2014 at 12:03

    […] 2. 5 x Kyoto, die alte Hauptstadt Japans […]

  • Reply Julia 15. Juni 2014 at 19:17

    Wow tolle Eindrücke aus Kyoto! In einem Ryokan zu übernachten ist wirklich eine tolle Möglichkeit die Traditionen Japans zu erleben 🙂 http://www.cosmicconfession.blogspot.de

  • Reply Instagram Recap: Von #Pancakepornorama bis Blogger-Klischees und zurück | tea & twigs 16. Juni 2014 at 10:48

    […] Kyoto-Posting ging endlich online und ist ab jetzt hier zu finden. Dieser Beitrag fasst meine schönsten Reiseerlebnisse […]

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