Weltreise

Jede Stunde: Antwerpen

Wie sehr uns Antwerpen von Stunde Null an gefallen hat, konntet und könnt ihr im Blogpost „5 mal Antwerpen“ lesen. Dieser Artikel hat nun bereits ein paar Monate auf dem Buckel, aber nichts von seiner Aktualität verloren. Vor allem bei Punkt 5 muss ich nachträglich grinsen:

5. Abreisen und wiederkommen

Am letzten Tag ging alles ganz schnell. Wir mussten früh aufstehen, zum Taxi rennen, am Bahnhof im Eiltempo unser Gleis suchen, um dann eine viel zu typische Bahnfahrt in Richtung Flughafen zu erleben. Aber dennoch, oder genau deswegen, blieb genug Zeit, die Abreise gehörig zu bedauern. Man verlässt Antwerpen, um den Entschluss zu fassen, in naher Zukunft zurückzukehren. Denn man war nach vier Tagen vor allem eines: angekommen, allerdings viel zu kurz.

Und es stimmt: Es stand mit Rot auf unserer heimlichen Reiseplanliste dort auch privat ein paar Tage zu urlauben und von Unmengen Waffeln, Pommes und neuen Eindrücken zu leben. Aber leider haben wir es bis heute nicht geschafft. Vielleicht braucht es manchmal einfach einen zweiten Schubs?
Als wir also erneut angefragt wurden, die belgische Hafenstadt zu besuchen, haben wir fast ein bisschen getanzt vor Freude. Antwerpen ruft? Bis wann müssen wir die Koffer packen?

Die Royal Academy of Fine Arts, genauer gesagt das Fashion Department, sollte an diesem Wochenende seine Abschlussshow zeigen. Unser Besuch stand also ganz im Zeichen der Bachelor- und Masterklassen 2015. Wenn ich daran zurückdenke, bin ich immer noch ein bisschen angeschossen. Da sitzt man, beobachtet all die Kunstwerke auf dem Laufsteg und kann kaum fassen, was eigentlich passiert. Das Publikum ist eine wilde Mischung aus Mitstudenten, Angehörigen, Freunden, Journalisten, Bloggern und modeinteressierten Menschen, die passende Musik schallt durch die alte Fabrikhalle und man steckt plötzlich in einer ganz eigenen Welt. Eine kleine und großartige Welt, die ein paar Studenten kreiert und auf die Beine gestellt haben. Es war vielleicht nicht die stärkste Abschlussshow der letzten Jahre, aber dennoch war all die Arbeit, Mühe und Leidenschaft unverkennbar.

Unsere liebsten Kollektionen seht ihr gleich, denn was wir euch neben unserem zweiten Antwerpenbesuch auch noch vorstellen wollen: Eine neue Rubrik!
„Jede Stunde“ soll sie heißen und mit mindestens einem Foto pro Stunde zeigen, was wir auf Reisen oder an bestimmten Tagen erleben. Die angegeben Uhrzeiten sind also nur ungefähr, aber der Zeitraum stimmt.

Hier sind sie also, ein paar Stunden Antwerpen, jede davon festgehalten in Bildern.

09:00Kaffeezeit mit dem vielleicht schlechtesten Kaffee aller Zeiten und Wunschvorstellungspfannkuchen. Aber Hauptsache wach!

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10:00Fertig! Antwerpen, mach dich bereit, unsere pollengeplagten Nasen wollen dich erkunden.

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11:00Gingerlove, erinnert ihr euch noch? Wir nur zu gerne. Die Kokosversion ist allerdings neu.

GINGER LOVE: Ingwerliebe besteht im Hause Ginger Love aus Zitrusfrüchten, Kräutern und der Wurzel selbst. Gemixt in ein Heißgetränk wärmte es uns in kürzester Zeit auf und weckte die müden Lebensgeister ohne Koffein. 2006 entdeckte ein Journalist des Wall Street Journals den Gewürztee und packte ihn in eine “Must do’s in Belgium”-Liste. Der Erfolg wird an den Wänden des Lokals deutlich: Tweets, Facebookkommentare und Fotos berühmter Besucher wie Sting und Moby sammeln sich in einer Collage voller Ingwerliebe. Fern ab all dieses fast zu sichtbaren Erfolges können wir jedoch festhalten: Es schmeckt wirklich. (Lombardenvest 78, 2000 Antwerpen)

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12:00Lunch im Local Store 2000. (Everdijstraat 20, 2000 Antwerpen)

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13:00Ach Antwerpen, du und deine Gassen.

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14:00Besuch im Mode Museum (MoMu) zur Ausstellung „Dries van Noten – Inspirations“. Eine Verschmelzung von Kunst, Mode und Geschichte, ganz im Sinne des Designers und seiner Inspirationsquellen. Auf dem Foto seht ihr ein Kunstwerk von Yves Klein mit charakteristischem Blauton. (Nationalestraat 28, 2000 Antwerpen)

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15:30Der Beginn des Parcours der Masterabsolventen. Die Idee war, die eigene Kollektion in verlassenen Räumen und Gebäuden quer durch die Stadt zu präsentieren. Hierbei durfte jeder Ort den eigenen Vorstellungen angepasst werden, um die Geschichte hinter der jeweiligen Kollektion erzählen zu können.

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18:00kurze (Snack-)Pause im Hotelzimmer

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19:00Abendessen bei Hungry Henrietta. (Lombardenvest 19, 2000 Antwerpen)

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20:00Zeit für die Abschlussshow! Unsere Favoriten waren Marie-Sophie Beinke mit ihrer Kollektion „Der Klub der wilden Maler“ und Miriam Laubscher mit „Yellow, Red and Blue

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24:00Zurück im Hotelzimmer mit letzten Abschminkversuchen und der Frage: Wie viele Eindrücke passen eigentlich in einen Tag?

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Der letzte Tag, 10:00Besuch im Atelier von Wim Bruynooghe. Er berichtete von seiner Kollektion, seinen Ideen, neuen Projekten und Erfahrungen als Absolvent der Akademie. Und wir waren augenblicklich knallverliebt in alles, vor allem seinen Humor. (Frankrijklei 73, 2000 Antwerpen)

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Antwerpen, danke danke! Bis bald!

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4 Comments

  • Reply liebe was ist 15. Juli 2015 at 15:38

    was für eine wunderschöne Fotostrecke! wenn man durch soe durchscrollt, hat man tatsächlich das gefühl ein bisschen dabei gewesen zu sein. so eine Strecke solltet ihr für alle Reisen einplanen! 🙂

    <3 Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/

    • Reply Isabella 16. Juli 2015 at 00:00

      danke dir! Und das nehmen wir uns tatsächlich vor 🙂

  • Reply Sandra 15. Juli 2015 at 19:56

    Sehr sehr coole Bilder 🙂

  • Reply AN.NA 24. August 2015 at 12:17

    So so schöne Bilder!!
    Ich verfolge Euren Blog schon sehr lange…! Aber in letzter Zeit habe ich hauptsächlich nur noch Jasmins Youtube verfolgt (was ich auch liebe). Aber nun bin ich wieder treue Leserin Eures Blogs, er ist so schön, persönlich und inspirierend. Danke und liebe Grüße!

    PS: Ich fänd eine September Issue wieder wunderbar:)!

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