5 x TEA&TWIGS

5 x TEA&TWIGS: Anti Anxiety

Unsere Gesellschaft hat hohe Ansprüche an uns: Am besten sollen wir schon vor dem Frühstück einen Award für Produktivität gewonnen haben und uns in unserer Freizeit nur Artikel à la „5 Tipps erfolgreicher CEO’s“ zu Gemüte führen. Das Ergebnis? Stress, Rastlosigkeit und Unsicherheit die zu Ängsten führen kann. Angst vor dem eigenen Alltag, Zielen und (ehemaligen) Leidenschaften. Die folgenden Tipps sind für alle, denen es manchmal einfach zu viel wird. Ich glaube außerdem, dass es egal ist wie intensiv ihr diese Angst erlebt, die verschiedenen Techniken und Maßnahmen können euch definitiv zumindest ein bisschen Ruhe und Gelassenheit zurückbringen.

Our society is equipped with really high (double) standards those days. Outstanding productivity, there more you get done the better. The outcome? Stress, anxiety, insecurity and restlessness. Fear of everyday life and tasks – your former passions. Today I wanted to share five healthy tipps for a more calm life – at ease and at peace with yourself. Read more after the jump!

Schadenbegrenzung versus Prävention

Panikattacken und Angstzustände werden bei vielen Menschen von bestimmten Dingen ausgelöst – was das ist, ist von Person zu Person unterschiedlich. Wegzaubern kann man diese negativen Gefühle nicht, aber Auslöser reduzieren und bewusst eliminieren. Deswegen empfehle ich alle Entspannungstechniken, Maßnahmen oder andere Dinge, die euch bei Stressphasen oder ähnlichem helfen, in euren Alltag und eure Routine einzubauen – und nicht nur anzuwenden, wenn alles zu spät ist.

Beispiel Meditation: Eine Runde Meditation oder Bodyscan hilft mit immer ungemein um aus einer unangenehmen Stimmung auszubrechen – noch viel besser geht es mir aber, wenn ich regelmäßig meditiere. Erst einmal verbinde ich es dann nicht mit der negativen Stimmung, sondern einfach nur Entspannung – und außerdem lassen mich dann bestimmte Auslöser in der Zukunft auch einfach kalt.

lancaster_meditation

Ordnung im Umfeld – Tidy Room, tidy mind

Eine Studie besagt, dass Frauen quasi allergisch auf ein unordentliches und unübersichtliches Umfeld reagieren. Kennt ihr das? Eine komplett zugemüllte Wohnung, weil man während der Stressphase auf der Arbeit gar nicht mehr zum aufräumen kommt. Das Geschirr in der Spüle quillt förmlich über, das Bett ist nicht gemacht, Wäsche stapelt sich – das begünstigt bei vielen die Anfälligkeit für Angstzustände. Warum? Weil man förmlich das Gefühl hat und tatsächlich SIEHT dass einem alles über den Kopf wächst.

Ein Schritt zur Besserung? Es gar nicht so weit kommen lassen. Ich wende momentan wieder die 15 Minuten Regel an: Jeden Tag mindestens 15 Minuten mit gestelltem Timer Sachen aufräumen und wegstellen – damit schaffe ich es mit einer einigermaßen sauberen Ausgangswohnung alles auf einem gewissen Level zu halten. Für mich persönlich gibt es nichts schlimmeres, mich in einem kompletten Chaos ins Bett zu legen, wenn ich das Gefühl habe ich bekommen nichts gebacken. Der Blick um einen herum fühlt sich an wie ein Beweis, dass es stimmt.

Tidy room - tidy mind

Kein Koffein!

Das klingt hart. Und es gibt so viele unterschiedliche Studien dazu – teilweise sogar über die positiven Eigenschaften von Koffein bei Dauerstress. Ich kann hier nur meine persönliche Erfahrung teilen und zwar macht mich übertriebener Kaffeekonsum „jumpy“. Ich bin niemand, der sich wacher von Kaffee fühlt, aber ich reagiere deutlich sensibler auf Situationen die bei mir Stress auslösen können. Die „Hyperness“ wirkt wie ein Katalysator.

Mein Tipp: Probiert es einfach mal ohne! Ich konnte Kaffee relativ easy aus meiner Morgenroutine streichen und fühle mich mit einem Decaf-Tee oder Ingwerwasser in der Hand wohler und gelassener.

Coffee Time

Ablenkung oder Entspannung?

Ich denke es gibt zwei mögliche Varianten auf Stress zu reagieren: Ablenkung und Entspannung. Es kommt ganz auf euren Typ oder die individuelle Situation an, was besser funktioniert – bei mir kann es ein Mix aus beidem sein. Beispiel: Wenn mich diese Welle packt und ich das Gefühl habe, mein Leben oder eine Situation nicht im Griff zuhaben kann ich mich oft nicht aufs Sofa legen und drei Folgen „Pretty little Liars“ schauen. Das würde mich irgendwie in meinem negativen Denken bestätigen. Deswegen greife ich hier oft erst einmal zur Ablenkungsstrategie und erledige zum Beispiel etwas, dass ich schon lange tun wollte oder musste (Wohnung aufräumen kann hier auch Wunder wirken, wenn nicht geschehen). Danach fühlt man sich definitiv „sicher“ und nicht in seinen negativen Gedanken bestätigt. Ihr sollt hier auch gar nicht dem gesellschaftlichen Druck von Über-Produktivität nachgeben, sondern manchmal hilft es ein paar Kleinigkeiten zu erledigen (Waschmaschine anstellen, Blogpost schreiben ;)). Ein wichtiges Merkmal von Depressionen ist nicht umsonst, seinen Alltag nicht mehr im Griff zu haben und nicht mehr aufstehen zu wollen.

Oft ist danach für mich der richtige Zeitpunkt mich zu entspannen oder mir etwas zu gönnen. Ein heißes Bad, eine entspannte Lesestunde oder eben besagte Serie. Für mich ist einfach wichtig in einem möglichst normalen Tagesrhythmus zu bleiben.

Calm - Instagram

Die kleinen Dinge!

Manchmal muss man sich einfach öfter bewusst machen, was einem gut tut. Deswegen führe ich seit einer Weile einen „Gratitude Log“ in meinem Bullet Journal. Das bedeutet eigentlich nur, dass ich täglich aufschreibe wofür ich dankbar bin. Beim durchblättern wird einem oft bewusst, dass es doch viele gute Tage und tolle Momente gibt und es nicht wert ist, diese von Stressphasen überschatten zu lassen.

Neben dem Ausfüllen meines Journals versuche ich auch täglich ein paar Leseminuten unterzubringen. Mein Liebling momentan: Das interaktive Buch „Calm“ mit vielen tollen Achtsamkeitsübungen und einer wundervollen Gestaltung.

Ich hoffe diese fünf Tipps helfen euch – und dabei ist es wirklich ganz egal ob ihr nur ein paar stressige Momente überwinden wollt oder tatsächlich schon mal eine unangenehme Angstattacke erlebt hat.

Angst ist einer der wichtigsten natürlichen Instinkte des Menschen und man wird sich diese (zum Glück!) nie abgewöhnen können. Das wichtige ist ein gesunder Umgang mit diesem Gefühl und die richtigen Prioritäten: Das eigene Wohlergehen.

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10 Comments

  • Reply Lotti 9. April 2016 at 19:32

    Toller Blogpost! Ich finde auch, Produktivität wird heutzutage teilweise überschätzt und deine Tipps sind echt super. Hast du eigentlich mal vor, einen Post oder ein Video zu deinem Bullet Journal zu machen?
    Liebe Grüße 🙂

    http://www.blogginglotti.com

  • Reply Andrea 9. April 2016 at 20:18

    Liebe Jasmin,

    deine Tipps kommen genau zur richtigen Zeit, erst heute hatte ich wieder eine Art Nervenzusammenbruch bzw. Paniksituation, in der ich das Gefühl hatte, dass mir alles über den Kopf wächst und ich mein Leben bzw. Studium absolut nicht im Griff habe. Ich wollte mich auf den Semesterstart am Montag vorbereiten und mir das Wochenende Zeit nehmen, um alles zu planen und vorzubereiten… in Anbetracht der ganzen Arbeit, die da auf mich zukommt, habe ich dann Panik bekommen und anstatt zu entspannen und mein Ding durchzuziehen, habe ich genau da Gegenteil gemacht und mir alle möglichen Dinge im Internet und diversen Foren durchgelesen, die genau das Gegenteil bewirken… Foren sind da ganz gefährlich!! Außer Panik und innerlicher Unruhe hat mir das ganze nichts gebracht… ich werde nun einige deiner Tipps befolgen und morgen einen Neustart wagen und versuchen, gelassener an die Sache ranzugehen… die Calm App habe ich mir auch gerade installiert und werde dem Meditieren nun mal eine Chance geben 🙂

    Vielen Dank für deinen Post und liebe Grüße nach London

    Andrea

    • Reply Jasmin 10. April 2016 at 19:56

      Ich kann dich sehr sehr gut verstehen. Aber Erkenntnis ist auch immer der beste Weg, also Gefahrenquellen erkennen und eliminieren (zb Foren). Du bist also bestimmt auf einem guten Weg! Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg <3

  • Reply Fee 9. April 2016 at 21:35

    Schöner Post, ich habe auch festgestellt, dass das Meditieren mir sehr hilft – nur leider lasse ich es immer total schleifen wenn es mir gut geht 🙂 Die Bilder sind übrigens echt toll geworden, was für ein Kleid!

    Alles Liebe,
    Fee von Floral Fascination

    • Reply Jasmin 10. April 2016 at 19:51

      Genau das Problem kenn ich auch – deswegen der Punkt mit der Prävention versus Schadensbegrenzung. Das ist so wichtig!

  • Reply Lisa 10. April 2016 at 16:49

    Wow was für ein super toller Beitrag und so richtig toll geschrieben.
    Liebe Grüße Lisa <3
    http://hellobeautifulstyle.blogspot.de/
    https://www.youtube.com/channel/UCPoU_ebFxQsjhAwy8bjlPiA

    • Reply Jasmin 10. April 2016 at 19:50

      Danke dir, freut mich dass er dir gefällt!

  • Reply Johanna 11. April 2016 at 12:00

    Du bist eine tolle Inspiration. Ich mag diesen Beitrag wirklich sehr, denn ich denke jeder kennt solche Momente in denen einfach alles zu viel wird und es ist wichtig, dass mal darüber gesprochen wird. 🙂

    Grüße,
    Johanna von http://dream-factory-of-my-world.blogspot.de

  • Reply liebe was ist 11. April 2016 at 14:21

    ja, es sind vor allem die kleinen Dinge, die einen wieder auf den Boden der Tatsachen bringen. einen wieder zu sich selber zurück holen. wann immer ich so eine Phase voller Ängste und schlechter Gedanken habe, hilft es mir zu meiner Familie zu fahren und mal vollkommen von der multimedialen Welt da draußen abzuschalten …

    außerdem habe ich gemerkt, dass die regelmäßige Yogapraxis dabei hilft weniger mit Ängsten konfrontiert zu werden … ich glaube, man lernt dabei ganz gut bewusster mit sich selbst und dem Leben umzugehen.

    ❤ Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/

  • Reply Jasmin 15. April 2016 at 20:00

    Wieder ein ganz toller Post! Könntest du vielleicht mal deine Tipps oder Rituale rund um das Thema Meditation mit uns teilen? Vielleicht wie man einen Einstieg findet, Step by Steps, so was in der Richtung? Ich leide schon seit längerem unter Panik Attacken im Alltag und glaube, dass mit meditieren helfen könnte. Doch irgendwie fehlt mir der richtige Einstieg.
    Herzliche Grüsse, Jasmin

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